The New Macbeth

Macbeth Reloaded.

 

Shakespeares Stück in neuem Licht – nach über 15 Jahren künstlerischer Forschung.

 

 

The Anatomy of Desire untersucht, wie Sprache und Körper menschliche Präsenz hervorbringen – und eröffnet einen neuen Zugang zu Macbeth.

 

 

Was, wenn wir Macbeth bisher vor allem in der Erwartung seines Falls betrachtet haben – und dabei den Menschen übersehen haben?

 

“Two truths are told as happy prologues to the swelling act.”

 

Shakespeare spricht von zwei Wahrheiten.

 

Die eine erzählt die Tragödie eines Königs.
Die andere erzählt die Geschichte eines Menschen.

 

Macbeth Reloaded folgt dieser zweiten Wahrheit.

The New Macbeth

 

Macbeth Reloaded ist keine Neuinszenierung und keine moderne Bearbeitung von Shakespeares Macbeth.

 

Der Originaltext bleibt.

 

Was sich verändert, ist die Perspektive auf den Menschen innerhalb dieses Textes.

 

Ich habe im Originaltext eine bislang nicht erkannte menschliche Struktur in Macbeth entdeckt, sie dramaturgisch vollständig entwickelt und kann sie als Schauspieler unmittelbar verkörpern.

 

Diese Verbindung aus neuer Lesart, Dramaturgie und Verkörperung hat es in dieser Form weltweit noch nicht gegeben.

 

Im Zentrum steht die Frage:

 

Was geschieht mit einem Menschen, wenn die Verbindung zu seiner eigenen Lebenskraft verloren geht – und was macht Wiederkontakt möglich?

ANDREAS WAGNER — THE PERFORMER

 

Andreas Wagner hat Macbeth Reloaded entwickelt und verkörpert Macbeth in der von ihm entdeckten und vollständig entwickelten Lesart der Figur.

 

Shakespeares Originaltext bleibt vollständig erhalten und wird im englischen Original gesprochen. Die Performance selbst findet in deutscher Sprache statt.

 

Seit über drei Jahrzehnten arbeitet Andreas Wagner an der Schnittstelle von Neurophysiologie, menschlicher Wahrnehmung, Regulation, Verkörperung und Präsenz.

 

Seine künstlerische Arbeit verbindet diese Forschungsfelder mit Performancekunst, Sprache, Stimme, Shakespeare und Embodiment.

 

Die Verkörperung ist dabei nicht nur die Umsetzung der Forschung. Sie war selbst das Instrument ihrer Entdeckung.

 

In Macbeth Reloaded wird der Performer zum Forschungsinstrument, durch das die im Originaltext entdeckte menschliche Struktur in Macbeth im Körper, in der Stimme und in der Handlung erfahrbar wird.

DER RESONANZRAUM

 

Ein gemeinsamer Raum, in dem alles spürbar werden kann.

 

Der Zuschauer erhält keine fertige psychologische Deutung von Macbeth.

 

Er wird eingeladen, wahrzunehmen, was im Moment aus Shakespeares Worten entsteht.

 

Der Text bestimmt die Organisation des Performers. Aus dieser Organisation entsteht die Stimme. Die Stimme wird im Raum gegenwärtig. Der wahrnehmende Mensch kann damit in Kontakt treten.

 

In Macbeth Reloaded wird ein solcher Resonanzraum geschaffen. 

 

Die Bedeutung der Worte muss nicht erklärt werden. Sie wirkt, wird hörbar, spürbar – und kann im Gegenüber lebendig werden.

DIE STRUKTUR DER UNTERSUCHUNG

 

Eine Bewegung durch verschiedene menschliche Zustände.

 

THE WHOLE MAN
Der integrierte Mensch.

 

THE DIVIDED HEART
Der Mensch zwischen Loyalität und Begehren.

 

DIE ENTGLEISUNG
Die Lebenskraft gerät aus ihrer Verbindung.

 

THE GATE
Die Schwelle zur Reorganisation.

 

DAS ZUVIEL
Größe. Überschreitung. Entgrenzung.

 

THE NEW MACBETH
Eine neue Form von Organisation.

 

MY NAME'S MACBETH
Integrierte Identität.

 

EPILOG – DIE MENSCHLICHE EXISTENZ
Die Untersuchung geht auf den Menschen über.

THE LOVE STORY

 

Vielleicht ist Romeo und Julia gar nicht Shakespeares größte Liebesgeschichte.

 

Vielleicht ist es Macbeth.

 

Nicht weil Macbeth und Lady Macbeth die größere Liebesgeschichte leben.

 

Sondern weil Macbeth eine andere Frage stellt:

 

Was bleibt von Liebe, wenn alles zerbrochen ist?

 

Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Liebesgeschichte:

 

Beziehung als die Fähigkeit, verbunden zu bleiben, ohne sich selbst zu verlieren.

 

Macbeth Reloaded endet nicht in der Dunkelheit.

 

Es endet im Licht danach.

VOM KÖRPER ZUR BÜHNE

HRV COMMUNICATION – THE EMBODIED RESEARCH FRAMEWORK

 

HRV Communication ist ein von Andreas Wagner entwickelter verkörperter Forschungsrahmen für Selbstregulation, Wahrnehmung, Kommunikation und Präsenz.

 

Seit 2010 untersucht Andreas Wagner, wie sich menschliche Zustände organisieren und verändern – und wie diese Veränderungen als Wahrnehmung, Stimme, Handlung und Präsenz wirksam werden.

 

Innerhalb von The Anatomy of Desire bildet HRV Communication den physiologischen und verkörperten Bezugsrahmen für die künstlerische Forschung.

 

[ HRV Communication ]

ARTISTIC RESEARCH – THE ANATOMY OF DESIRE

 

The Anatomy of Desire ist aus einer über drei Jahrzehnte gewachsenen Forschung zu Wahrnehmung, Regulation, Stimme, Verkörperung und menschlicher Präsenz entstanden.

 

Der Forschungsweg führte von Körperarbeit und physiologischer Selbstregulation zur künstlerischen Untersuchung von Schauspiel, Charisma, Charakter, Stimme, Verkörperung und Präsenz.

 

Seit 2017 konzentriert sich diese Forschung intensiv auf Shakespeare und insbesondere auf Macbeth.

 

Macbeth wurde zum Forschungsraum.

 

Ein Raum für die Untersuchung von Begehren, Kraft, Verletzlichkeit, Trennung, Beziehung, Handlung und menschlicher Organisation.

 

Macbeth Reloaded ist die erste öffentliche Bühnenform dieser fortlaufenden Artistic Research.

Macbeth Reloaded | The New Macbeth 
 
Drei künstlerische Räume

 

01.SOLO | Live-Embodiment

 

Die Soloform ist das Fundament von The New Macbeth.

 

Ein Körper. Eine Stimme. Ein Shakespeare-Text.

 

Macbeth wurde als Soloarbeit untersucht, verkörpert und performativ erforscht. Text, Stimme, Atmung, Körper, Blick, Bewegung und Präsenz werden dabei nicht getrennt betrachtet, sondern als zusammenhängender Organismus.

 

In der Live-Situation wird diese Forschung unmittelbar erfahrbar: Der Shakespeare-Text wird am eigenen Körper untersucht, verkörpert und vor dem Publikum unmittelbar erfahrbar gemacht. Je nach Kontext kann dieselbe Arbeit als Embodied Research Performance, Performance Lecture, Werkstattpräsentation oder Artist Talk gerahmt werden. Die Arbeit selbst bleibt unverändert.

 

Die Arbeit kann in Universitäten und Forschungsinstitutionen ebenso wie in Theatern, auf Festivals oder im öffentlichen Raum stattfinden. Sie kann live erlebt, untersucht und diskutiert werden.

 

Ob vor 50 oder 2.000 Menschen: Die Forschung findet live statt – im Körper, in der Stimme, im Raum und in der Beziehung zum Publikum.

02.FILM

 

Was live im Körper entsteht, wird im Film auf seine kleinsten sichtbaren und hörbaren Veränderungen konzentriert.

 

Der große Raum der Bühne wird zum Nahraum der Kamera.

 

Im Zentrum steht der Mensch.

 

Gesicht. Blick. Augenbewegung. Mimik. Atem. Stimme.

 

Die Kamera richtet sich auf das, was im Live-Moment oft nur für einen Augenblick wahrnehmbar ist.

 

Ein Blick. Eine minimale Veränderung der Mimik. Ein Atemzug. Eine Verschiebung der Tonalität.

 

Die Kamera wird zum Forschungsinstrument.

 

Das Gesicht wird zum Schauplatz.

Die Stimme wird zur Bewegung.

 

Der Film untersucht, wie sich sprachliche Bedeutung in der Verbindung von Stimme, Gesicht, Blick und Körper organisiert – und wie daraus Präsenz und Resonanz entstehen.

 

Keine klassische Neuverfilmung von Macbeth. Keine Aufzeichnung der Bühnenperformance.

 

Was sich verändert, ist die Perspektive auf den Menschen innerhalb dieses Textes.

 

Ein eigenständiger filmischer Forschungsraum zwischen Shakespeare, Schauspiel, Embodiment und Kino.

03.ENSEMBLE 

 

Was im einzelnen Körper beginnt, tritt in Beziehung.

 

Die Soloform öffnet sich zu einer größeren Macbeth-Welt.

 

Lady Macbeth, Banquo, Macduff, Duncan, die Weird Sisters und die weiteren Figuren eröffnen jeweils eigene verkörperte Forschungsräume.

 

Begehren. Macht. Verletzlichkeit. Beziehung. Verantwortung. Präsenz.

 

Im Ensemble treffen unterschiedliche Figuren, Kräfte und Zustände aufeinander – und werden in ihrer Beziehung unmittelbar erfahrbar.

 

The New Macbeth entsteht im Gegenüber.

 

In Beziehung. In Spannung. In Begehren. In Widerstand. In Begegnung.

THE NEW MACBETH

 

The New Macbeth steht für eine neue Lesart der Figur – und den Menschen, der sichtbar wird, wenn Macbeth in der ganzen Komplexität seiner Wahrnehmung, Selbstbeobachtung, sprachlichen Präzision, Entscheidungen und der Konsequenzen seines Handelns betrachtet wird. 

 

 

Eine 400 Jahre alte Geschichte.

 

Und plötzlich sehen wir den Menschen darin, als würden wir ihn zum ersten Mal sehen.